Donnerstag, 24. April 2014

Wo bist Du hin?


Meine Kreativität, mal ist sie da und dann auch wieder weg.

Gerade im letzten Jahr habe ich festgestellt, daß auf Phasen in denen die Ideen geradezu aus mir herausströmen es Zeiten gibt, wo die Ideen ausbleiben und ich auch gar keine Lust mehr habe kreativ zu sein.
Zuerst dachte ich, daß ich mich in der aktiven Phase einfach zu sehr überanstrengt hätte, sich das schließlich rächt und Körper und Geist eine Ruhephase brauchen. Das mag zwar hier und da stimmen, aber nicht in dieser Regelmäßigkeit.

Ist es vielleicht so, daß meine Kreativität zyklisch veranlagt ist und es immer wieder Flut, aber auch Ebbe geben wird? Kennt das vielleicht sonst auch noch Jemand?

Dann kam mir der Gedanke nicht nach der fehlenden Kreativität zu suchen, sondern nach der fehlenden Motivation. Es gibt Ebbe und Flut, weil ich Phasen habe, wo es ein Ziel gibt worauf ich hinarbeiten kann und wenn dieses Ziel erreicht ist, gibt es die Ebbe und ich kann mich nicht entscheiden was ich als Nächstes tun soll. Bis die Entscheidung getroffen ist und es wieder ein Ziel gibt.

Ich brauche einen Anreiz etwas zu tun, ohne gibt es kaum Motivation.
Ein Anreiz ist auf jeden Fall dieser Blog. Allerdings habe ich ein wenig die Struktur verloren in den letzten Wochen, die mir vorher ganz gut geholfen hatte.
Es gibt viele Ideen was ich hier gerne zeigen möchte, aber im Moment kann ich mich nicht so recht entscheiden. Darüber muß ich noch etwas brüten. Manchmal ist es gar nicht so sehr von Vorteil wenn man sich für so viele Dinge interessiert und den Fokus dadurch verliert.

Naja, mal sehen was die Zukunft noch so bringt, hoffentlich ein paar Erkenntnisse meinerseits.

Kommentare:

  1. Ach ja, zu diesem interessanten Thema könnte ich ein ganzes Buch schreiben, liebe Manu!

    Ich kenne das auch - diese Wellenbewegung zwischen kreativem Output und inaktivem "Verharren". Anfangs dachte ich auch an solche Gründe wie "alles zu rasch verpulvert und jetzt ausgepowert" oder "bin wohl wieder grade mal zu lahm um mich in Schwung zu kriegen" - inzwischen habe ich aber entdeckt, dass ich kreativ bin - egal, ob jetzt grade eine eher depressive Phase da ist oder eher eine stabilere - und dann eine Weile wieder nicht. Es kommt wirklich in solchen Wellenbewegungen und ich habe inzwischen auch gelernt, das zu akzeptieren. Meine Theorie dazu ist: ich habe eine "Output"- Phase, in der ich sehr produktiv bin und mich durch meine Kunst ja auch irgendwie der Außenwelt mitteile und dann habe ich eine unproduktive Phase - ich nenne sie inzwischen "Input - Phase", in der ich eher "passiv beobachte" und neue Eindrücke und Anreize in mich aufnehme. Das fühlt sich zwar während dieser Phase nicht so an, aber ich merke in der nächsten aktiven Kreativphase, dass da einiges an die Oberfläche kommt, das aus dieser passiven Zeit stammt und das ich unbewusst aufgeschnappt und abgespeichert habe.

    Ich kenne auch Künstler, die gehen mit großer Routine an ihre kreative Tätigkeit und ihr Leben als Künstler heran: täglich fixe Zeiten im Atelier, tägliche Routine, täglich "am Material" (egal ob jetzt Pinsel waschen, Farben sortieren oder ansetzen oder wirklich am Werk arbeiten) - die können nur so. Ich hab akzeptieren gelernt, dass ich nur in diesen Wellenbewegungen kann...mit Pausen, um dann wieder mehrere Sachen direkt hintereinander rauszuhauen. Da hab ich auch dann das Gefühl, ich berste vor lauter Ideen.

    Mit dem Gefühl der "kreativen Leere" in den anderen Zeiten umzugehen, muss man erstmal lernen und hinbekommen, ohne dass es einen irritiert oder ängstigt. Ich seh solche Phasen dann als Zeichen, dass ich etwas anderes machen sollte: rausgehen, Neues erleben, damit ich es dann heimbringen und später "verarbeiten" kann. Wer vielseitig interessiert ist, kann, glaube ich, nur so.

    Ist auch von der Psychologie Seite her sehr interessant als Thema - würde hier aber jetzt zu weit führen ;)
    Ich wünsch dir einen angenehme, schöne Woche! Die Impulse kommen von ganz allein - wirst schon sehen.

    Liebe Grüße,
    Claudia x

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  2. Liebe Manu,
    das kenne ich auch. Und ich würde auch mehr dazu schreiben, wenn ich nicht gerade sooo müde wäre....Aber ich glaube, das Wichtigste hat die Amelie schon gesagt.
    Vielleicht noch eins: Wenn ich während meines Zeichenkurses solche oder ähnliche Phasen hatte, so sagte mein Zeichenlehrer, dass das oft der Fall sei, bevor man eine neue Klippen erklommen hat. Was man kann, hat man ausgereizt, dann findet man das nicht mehr gut oder langweilig oder was auch immer und stagniert, macht eine Pause und wenn es dann weiter geht, dann meistens auf einer höheren Stufe. Kann es sein, dass das bei dir auch so ist??
    Und ja, wenn man viele Interessen hat, dann kann man nicht alle gleichzeitig gleich intensiv ausleben. Ich habe lange Zeit fast täglich in meinem Journal gearbeitet und auch gepostet, meine anderen Interessen bekamen aber nichts mehr ab... Jetzt male ich weniger und kümmere mich mehr um die anderen Interessen. Wer will da sagen, was besser ist?? Ich glaube, das muss jeder für sich selbst entscheiden....
    Ciao Beate

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  3. Das kenne ich zur Genüge - ich habe schon wieder wochenlang nicht zuhause gescrappt. Ich mache mir allerdings inzwischen wenige Gedanken darum - es wird wieder kommen. Und wenn nicht scrappen, dann irgendwas anderes. Ich brauche einfach Abwechslung. Ich kann sehr euphorisch sein und einer Sache total verfallen, aber immer nur für eine Weile, dann brauche ich was neues - oder wenigstens etwas anderes. Jetzt gerade sehne ich mich tatsächlich wieder ein wenig nach Papier und Farben, aber ich habe zu viel um die Ohren und mit vollem Kopf geht es nicht so recht. Die Zeit wird wieder kommen.
    Kreativität interpretiert doch auch jeder anders. Nur eines finde ich passt überhaupt nicht dazu, egal wie man es für sich definiert: Druck bzw. Zwang! Dann ist es für mich irgendwie nicht mehr kreativ.... aber vielleicht hast du da auch eine andere Meinung ;-)
    Ich wünsche dir ein tolles, und nach diesem Post vielleicht sogar kreatives Wochenende!?
    VG Bianca

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  4. Zu diesem Thema könnte ich auch ganz viel schreiben, denn ich kenne die kreativen Löcher nur zu gut, doch das meiste haben Amelie, Beo u. Bianca aber schon genau so angesprochen, wie ich auch denke.
    Am Wichtigsten ist tatsächlich, den Druck rauszunehmen, den man sich selbst macht- damit habe ich mich wirklich jahrelang gequält.
    Jetzt mache ich nur noch das, wozu ich in dem Moment auch wirklich Lust habe, und dann fließt alles wie von alleine.
    Liebe Grüße und Wünsche von Ulrike

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