Wie schon
angekündigt wollte ich Euch die zweite Seite in meinem großen Dylusion Journal zeigen und hier ist sie also mit kompletter Technikbeschreibung, deshalb etwas fotolastig.
Ihr könnt mir ja mal berichten wie Euch solche Beschreibungen gefallen oder ob ich mir das sparen kann.
Auf den oberen Fotos seht Ihr also den Grundstock der Seite, der identisch mit der
ersten Seite war. Erstmal wurden die Seiten mit Wasser eingesprüht, dann mit Dylusion Sprühfarben von Ranger. Durch das Wasser vorher vermischen sie sich gut miteinander. Dann habe ich mit Stencils noch Muster gespüht.
1. Als Nächstes habe ich erstmal Seidenpapier bestempelt, mit Archival Ink, auch von Ranger. Diese Farbe ist wasserfest wenn sie getrocknet ist. Das wollte ich schon seit einiger Zeit mal ausprobieren mein eigenes Tissuepaper herzustellen, denn das von Tim Holtz ist mir schlichtweg zu teuer. Allerdings habe ich mich in diesem Fall von seinen Mustern inspirieren lassen. Hier konnte ich auch seine Spiegelschrift-Stempel benutzen, denn die Stempelabdrücke bluten durch das dünne Papier und so lässt sich auch die Rückseite benutzen. Das habe ich auch getan damit die Schrift nicht mehr spiegelverkehrt war.
Wenn man Seidenpapier bestempelt sollte man es also auf einer Unterlage tun, die Farbe abbekommen kann.
2. Das fertige Seidenpapier habe ich dann mit Gelmedium auf die eingefärbte Journalseite aufgebracht. Zuerst die Seite eingestrichen und versucht das Seidenpapier möglichst glatt aufzubringen.
3. Auch von oben habe ich das Seidenpapier dann noch mit dem Gel eingestrichen. Mit einem Pinsel, um noch Luftblasen wegzumachen und das Papier möglichst glatt zu bekommen. Dabei musste ich dann feststellen, daß dieses dünne Papier doch sehr empfindlich ist in nassem Zustand und es so leicht reisst. Also vorsichtig damit!
An einigen Stellen ist es mir gerissen, aber ich habe es dann so gelassen, gibt immerhin wieder mehr Textur auf die Seite.
4. Textur habe ich dann auch mit Spachtelmasse bekommen. Die habe ich durch die Blümchenschablone aufgetragen und auch über die Seite verteilt mit einem Spachtelmesser. Das hat richtig viel Spaß gemacht, aber braucht dann einige Zeit bis die Masse getrocknet ist.
Meine Spachtelmasse ist von
Boesner und sie trocknet glänzend auf, was mir nicht so ganz gut gefällt. Beim nächsten Mal werde ich darauf achten eine zu kaufen, die matt auftrocknet.
5. Eigentlich hatte ich gehofft durch die weiße Farbe von der Spachtelmasse würde die Seite nicht mehr ganz so unruhig aussehen, aber im Gegenteil jetzt fand ich es noch übler. Was also machen? Mit einer Farbe etwas Ruhe reinbringen! Das habe ich dann mit einem gelben Gelatostift gemacht. Durch das Gelmedium und die Spachtelmasse war die Seite mittlerweile versiegelt und auf solch einem Untergrund lassen sich die Gelatos, ganz weiche Wachskreiden, sehr schön verreiben.
Dann musste ich überlegen was für ein Motiv ich als Fokus haben wollte und mir fielen diese drei Schmetterlinge in die Hand, die ich dann mit Gelmedium aufgeklebt habe.
6. Die Seite war mir immer noch zu unruhig und so bin ich noch mit einem hellblauen Gelato über die Stellen, die ich nicht mit Gelb bearbeitet habe. Ja, das gefällt mir schon besser! Um dem Ganzen noch einen Rahmen zu geben habe ich noch mit einem grauen Gelato den Rand eingefärbt.
7. Damit die Schmetterlinge nicht so in der Seite verschwinden habe ich Schatten gemalt. Mit einem blauen PITT Brushpen von Faber-Castell die Ränder umrandet und direkt mit dem Finger weich gewischt.
Für ein Journaling fand ich die Seite dann doch zu unruhig und ich war mir auch gar nicht klar was ich hätte schreiben können, da in diesem Fall einfach das Ausprobieren von Techniken für mich im Vordergrund stand. Doch so ganz ohne passenden Text konnte ich die Seite doch auch nicht als fertig ansehen.
Glücklicherweise fiel mir dann dieser alte Spruchstempel in die Hände, der doch wirklich gut passt zu der Seite.
Den habe ich dann auf Seidenpapier gestempelt und mit Gelmedium in der Mitte der Seite aufgebracht.
Zum Schluß habe ich noch passendes Washitape am Rand geklebt.
Glückwunsch an Alle, die bisher gelesen haben und vielen Dank! Es würde mich wirklich sehr interessieren was Ihr von solchen Beschreibungen haltet oder guckt Ihr lieber Videos?