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Dienstag, 25. November 2014

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

 
"Das Buch war in aller Munde. Ich konnte  in New York nicht mehr in Ruhe durch die Straßen schlendern oder durch den Central Park joggen, ohne dass Spaziergänger mich erkannten und ausriefen: ' He, das ist Goldmann! Der Schriftsteller!' Manche hefteten sich mir sogar im Laufschritt an die Fersen, um mir die Fragen zu stellen, die sie so beschäftigten: 'Was Sie da in Ihrem Buch schreiben, ist das wahr? Hat Harry Quebert das wirklich getan?'  In meinem Stammcafé im West Village schreckten manche Gäste nicht einmal davor zurück, sich an meinen Tisch zu setzen und mir ein Gespräch aufzudrängen: ' Ich lese gerade Ihr Buch, Mr Goldman. Ich kann es einfach nicht aus der Hand legen! Das erste war ja schon gut, abr das hier...! Hat man wirklich eine Million Dollar abgedrückt, damit sie es schreiben? Wie alt sind sie denn? Knapp dreißig? Dreißig Jahre und haben schon so viel Kohle gescheffelt!' Sogar meinen Doorman hatte ich dabei ertappt, wie er immer dann, wenn er nicht gerade die Tür aufhalten musste, die Nase in das Buch steckte, und kaum hatte er es ausgelesen, nagelte er mich vor dem Fahrstuhl fest, um mir sein Herz auszuschütten: 'Da ist also mit Nola Kellergan passiert! Wie grauenhaft! Wie kann man nur so etwas tun? Sagen Sie, Mr Goldman, wie ist so etwas möglich?'
Die New Yorker Society schwärmte von meinem Buch. Es war kaum zwei Wochen zuvor erschienen und versprach bereits der größte Verkaufserfolg des Jahres auf dem amerikanischen Kontinent zu werden."

So fängt das Buch an und man ist etwas irritiert weil man befürchtet der Autor verrät schon viel zu viel. Doch dem ist schließlich nicht so und man mag das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil es so spannend geschrieben ist.
Marcus Goldman, der Ich-Erzähler, ist ein junger Schriftsteller, der mit seinem ersten Buch einen großen Erfolg hatte,  doch jetzt zwei Jahre nach Erscheinen dieses Buches, hat er eine Blockade. Er weiß nicht worüber er schreiben soll und wie.
So meldet er sich endlich mal wieder bei seinem Mentor, Harry Quebert. Der lädt ihn zu sich nach Aurora, einer kleinen Stadt in New Hampshire, ein, wo Marcus auch hinfährt. Allerdings fährt er nach ein paar Wochen unverrichteter Dinge wieder zurück nach New York.
Bis er kurze Zeit später einen Anruf von Harry bekommt und durch die Nachrichten erfährt, daß dieser Harry festgenommen wurde, weil er Nola Kellergan umgebracht haben soll.
Nola Kellergan ist ein junges Mädchen das vor 33 Jahren sprurlos verschwunden ist. Nun ist ihr Skelett im Garten von Harry Quebert gefunden worden.
Also fährt Marcus wieder nach Aurora weil er nicht glauben kann, daß sein Mentor ein Mörder sein soll und will ihm beistehen.
Er macht sich auf die Suche. Die Suche nach dem, was vor 33 Jahren passiert ist. Wer genau war Nola Kellergan, was ist mit ihr passiert und was für eine Beziehung war das zwischen ihr und Harry?
Seine Nachforschungen münden in einem Buch, das sein zweiter Erfolg werden soll.

Dieses Buch ist ein Krimi, denn es soll schließlich ein Mord aufgeklärt werden. Es ist auch so spannend geschrieben und gerade im letzten Drittel mag man es gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es immer wieder neue Erkenntnisse und Wendungen gibt.
Doch es ist soviel mehr als nur ein Krimi! Es ist ein Buch über die Freundschaft und die Liebe. Mit soviel Tiefe und in solcher Leichtigkeit geschrieben.
Es ist ein Buch über Schriftsteller und ihr Ringen nach den Worten. Das war wohl das was mich am meisten berührt hat in dem Buch.
Vor jedem neuen Kapitel steht ein Auszug aus einem Gespräch zwischen Marcus und Harry über das Leben, das Schreiben, Freundschaft, die Liebe und vieles von dem mußte ich mir einfach notieren, wie ich Euch hier gezeigt habe.
Ein Buch welches mich atemlos gemacht hat und so besteht nun der Wunsch es nochmal ruhiger zu lesen, um es voll auszukosten.

 

Dienstag, 4. November 2014

Buchzitate


"Sich des Urteils enthalten heißt, unbegrenzt hoffen."
aus Der große Gatsby, F. Scott Fitzgerald

Geht es Euch auch oft so, daß Ihr ein Buch lest und an eine Stelle kommt, die Ihr Euch besonders merken möchtet? Mir passiert das immer wieder und schon lange wollte ich mir diese Stellen notieren. Aber gemacht habe ich es dann leider doch nicht.
Doch seit einiger Zeit ist alles anders! Endlich habe ich mir eines von meinen kleinen linierten Moleskine-Notizbüchern genommen und habe mir Zitate aus Büchern notiert.

"Ich wusste nicht, dass Sätze eine solche Wirkung erzielen konnten."
aus Tender Bar, J.R Moehringer

Doch so ganz nackt wollte ich das Cover auch nicht aussehen lassen und habe es nun mit ein wenig Washitape, alten Buchseiten und Alphastickern verschönert.
Und so haben die gesammelten Zitate endlich einen einigermaßen würdigen Rahmen und es macht noch viel mehr Spaß sie zu notieren.
Aber auch das Büchlein immer wieder in die Hand zu nehmen und zu gucken, was da schon so alles drin steht.

"Schriftstellerisches Talent ist nicht etwa deshalb eine Gabe, weil man vernünftig schreiben, sondern weil man seinem Leben dadurch einen Sinn geben kann."
aus Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert, Joël Dicker

Dieses Buch, aus dem das letzte Zitat stammt, fand ich übrigens richtig gut und werde es bald in einem extra Post besprechen.

Freitag, 31. Januar 2014

Ein paar ATCs

Heute gibt es erstmal nur 3 ATCs, was allerdings nicht heißt, daß ich nicht jeden Tag in der letzten Woche kreativ war, nur leider sind nicht immer ATCs dabei entstanden. 
Im Journal habe ich was gemacht und, ach ja, meine letzte Project Life Seite.
Es sind noch ein paar ATCs in Arbeit, aber die brauchten etwas länger zum Trocknen und so sind sie für heute nicht rechtzeitig fertig geworden. Die werde ich dann am Montag hier zeigen.


Diese ATCs sind für einen Nick Bantock Tausch entstanden. Schon lange habe ich bei keinem Tausch mehr mitgemacht und jetzt weiß ich auch wieder wieso. Ein paar der anderen ATCs habe ich schon gesehen und wieder fange ich an mich mit denen zu vergleichen und denke meine passen überhaupt nicht dazu! Obwohl ich vorher eigentlich ganz zufrieden mit meinen Karten war.
Ach, immer diese Minderwertigkeitskomplexe!

Am meisten Spaß hat mir oben rechts die Collage gemacht. Vor allem das Dripping. Da habe ich meine Liquitex Ink ausprobiert und finde sie hier wirklich atemberaubend. Na ja, jedenfalls gefällt sie mir;)

Apropos "Nick Bantock" von dem wird es bald ein neues Buch geben und sogar in deutscher Sprache wird es herauskommen. Ich habe Euch hier mal den Link rausgesucht zu Amazon, der übrigens ein Affiliate-Link ist. Das heißt falls Ihr über diesen Link zu Amazon geht und dort etwas bestellt, dann kommt ein kleiner Betrag auch mir zugute.
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf dieses Buch:

Freitag, 12. April 2013

Young Sherlock Holmes - Der Tod liegt in der Luft


"Prolog 
Als Matthew Arnatt das erste Mal der Todeswolke begegnete, kam sie aus einem Fenster im ersten Stock geschwebt. Drohend und unheilvoll wie ein bösartiger Geist, den man aus seiner Flasche gelassen hatte.
Matthew lebte noch nicht lange in der Gegend. Er streunte gerade auf der Hauptstraße des Städtchens Farnham herum, um Ausschau nach Früchten oder Brotkrusten zu halten, die vielleicht ein gleichgültiger Passant hatte fallen lassen. Eigentlich hätte sein Blick auf den Boden gerichtet sein müssen. Doch stattdessen hatte er nur Augen für die Häuser, Läden und das Menschengewimmel um ihn herum. Er war erst vierzehn und, soweit er sich erinnern konnte, noch nie zuvor in einer so großen Stadt gewesen. 
In diesem, dem wohlhabenderen Teil von Farnham, ragten die älteren Fachwerkhäuser so weit in die Straße hinein, dass sich die oberen Stockwerke wie drohende Steinwolken über den Passanten ballten. 
Die Straße war zum Teil mit glatten, faustgroßen Steinen gepflastert. Doch ein Stück weiter wurden die Pflasterseine von gestampfter Erde abgelöst, auf der vorbeitrottende Pferde und ratternde Karren Wolken von Staub auwirbelten."



„Sherlock Holmes“ im Titel hat mich gleich angesprochen, nachdem ich in den letzten Monaten einer Sherlock-Holmes-Manie verfallen bin – aber das ist ein anderer Artikel. 
Es geht also um den jungen Sherlock Holmes, genauer gesagt 14jährig, und genau das ist auch die Zielgruppe dieses Buches. 
Es ist Ferienzeit und Sherlock steht schon mit seinem Gepäck abholbereit auf dem Schulhof seines Internats als er zum Direktor beordert wird. Dort wird ihm dann von seinem älteren Bruder Mycroft offenbart, daß er die Ferien nicht auf dem Familiensitz verbringen wird. Seine Mutter ist gesundheitlich angeschlagen und sein Vater gerade, mit seinem Regiment, auf dem Weg nach Indien. Er soll bei Onkel und Tante, in einer Provinzstadt, untergebracht werden. Sherlock wußte gar nicht, daß es diese Verwandtschaft überhaupt gibt. Es gab wohl Differenzen zwischen seinem Vater und dessen Bruder. 
So ist Sherlock gar nicht angetan von der Aussicht die Ferien dort zu verbringen, aber es gibt keinen anderen Weg. Es stellt sich heraus, daß die Verwandtschaft eigentümlich ist, aber jeder in der Holmes Familie hat wohl seine Macken, doch nur von der Haushälterin, Mrs Eglantine, bekommt er pure Feindseligkeit zu spüren. 

Auf seinen Streifzügen durch die Stadt begegnet Sherlock dem gleichaltrigen Waisenjungen Matthew, der berichtet ihm auch von der schwarzen, merkwürdigen Wolke, die er gesehen hat. In dem Haus, aus dem sie geschwebt ist, gab es einen Todesfall. Der Mann war übersät mit roten Beulen. 
Einige Zeit später, Shelock hat mittlerweile einen Privatlehrer, Amyus Crowe, mit dem er im Wald botanisch unterrichtet wird. Bei diesem Unterricht im Unterholz finden sie eine Leiche, die die gleichen Merkmale aufweist wie die erste in der Stadt. Schnell wird über Pest gemunkelt. 
Sherlock und Matthew machen sich auf die Suche nach Spuren und Verdächtigen, die hinter den Todesfällen stehen könnten. Dabei kommen sie in einige sehr gefährliche Situationen. Auch Amyus Crowe und dessen Tochter Virginia sind schließlich mit von der Partie. Denn sie kommen einer großen Verschwörung gegen die britische Armee auf die Spur. 

Das ist Alles sehr bildhaft beschrieben und sehr spannend, jedenfalls konnte ich das Buch schließlich kaum aus der Hand legen. Teilweise finde ich die Gefahren, denen Sherlock ausgesetzt ist allerdings schon recht heftig für einen Jungen. Immer wieder wird versucht die Anfänge der genialen Kombinationsgabe des Sherlock Holmes durchblitzen zu lassen, aber das kommt ein wenig unecht rüber. 
Nichtsdestotrotz ist das Buch eine gute, spannende Unterhaltung und ich kann es durchaus empfehlen!

Donnerstag, 31. Januar 2013

Der Geiger


Mechtild Borrmann
Droemer Verlag

"Mai 1948, Moskau

Der Schlussakkord von Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur schwebte über die Köpfe der Menschen im Parkett, hinauf zu den Rängen, dehnte sich aus zu den Gästen auf den Balkonen und löste sich endlich in der hohen Kuppel des Konzertsaales auf. Sekundenlang verharrte das Publikum still, dann brauste tosender Applaus auf. Ilja ließ seine Geige sinken und verbeugte sich zusammen mit dem Dirigenten tief vor den jubelnden Menschen. Die Orchestermusiker erhoben sich von ihren Stühlen und verneigten sich ebenfalls.
Sechs Wochen lang hatte Ilja Wassiljewitsch Grenko in den Konzertsälen Europas gespielt, war auch dort gefeiert worden, aber hier, am Tschaikowsky-Konservatorium, wo er gelernt hatte und seine Lehrer in den ersten Reihen saßen und ihm applaudierten, erfüllte ihn die Anerkennung des Publikums mit besonderem Stolz. Eine letzte Verbeugung, ein letztes Mal zog er sein Taschentuch aus der Hosentasche und wischte sich über die Stirn. Dann verließ er den Konzertsaal."


Ungerechtigkeiten haben mich immer schon wütend gemacht und wenn man sie dann auch noch einfach geschehen lassen muß, weil es die Geschichte ist, dann wallt in mir eine tiefe, heiße Wut aus dem Bauch hoch. Leider passiert das immer wieder bei Geschichten, die in diktatorischen Staatssystem spielen.
So auch hier. Gerade noch ist Ilja ein gefeierter Geiger und im nächsten Augenblick wird er verhaftet und schließlich zu Arbeitslager verurteilt, obwohl es keine Gerichtsverhandlung gibt. Die Stradivari-Geige, sein Heiligtum, wird ihm abgenommen. Er wird sie nie wieder sehen.
Es ist Rußland zu Zeiten Stalins.
Iljas Frau Galina wird mit den beiden Söhnen aus Moskau verbannt in eine Einöde, wo sie schwere Arbeiten zu leisten hat. Mit einem Federstrich wird eine gutsituierte Familie auseinandergerissen.
Selbst 60 Jahre später haben diese Ereignisse noch Auswirkungen auf die Familie. Sascha Grenko, der Enkel von Ilja, lebt in Köln und er bekommt eine Nachricht seiner Schwester, die er seit Kindertagen nicht gesehen hat. Als er sie in München treffen will wird sie, vor seinen Augen, erschossen. Er wird verdächtigt und muß aus Deutschland fliehen. Sascha versucht in Rußland herauszufinden was das Alles mit der Stradivari zu tun hat.

Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es erzählt die Familiengeschichte aus den drei Persepektiven, Ilja, Galina und Sascha.
Mechtild Borrmann hat eine klare, schnörkellose Sprache, die trotzdem alles bildhaft vor Augen führt. Man fühlt sich geradezu in die Geschichte hineingezogen.
Sie ist spannend, wie ein Krimi, und immer wieder überraschend mit neuen Wendungen.

Ich finde ein Buch das man gelesen haben muß!

Donnerstag, 17. Januar 2013

Juniper Berry


M.P. Kozlowsky
Walden Pond Press

"The house was a mansion, the lake was a pool, Kitty was a dog, and Juniper Berry was an eleven-year-old girl.
And like many eleven-year-old girls, she couldn't wait until her parents returned home from work. She sat at the top of the stairs, binoculars in hand and directed out the two-story front window, waiting to see the golden gates of her home slowly open. Tonight was Italian night and the three of them were supposed to make pizzas for dinner. This was part of their weekly schedule, only Juniper couldn't remember the last time they actually followed through with it. For a while now, everything, including her, had been neglected.
Still, she never gave up hope. One of these days her parents would come home from work and be thrilled to see her. The rest of the day and every day after would be spent in each other's company, not a minute wasted, not even a single second, just like it was years ago.
Juniper was an only child, a lonely child, mostly because her parents were adamant to keep things that way. Mr. and Mrs. Berry were very famous. They were movie stars in every sense, paid a pretty penny (plus back-end percentages) to grace the screen in summer blockbusters and year-end award fare alike. Respected, admired, even loved by peers and fans, they were unceasing fodder for the gossip columns and recognized the world over. Hence the mansion, with its gates, its seclusion.
Juniper just never thought she would be kept out as well. But indeed, everything was at a distance. The world outside might as well have been the moon or Mars or the event horizon of the blackest of black holes. She had, by now, accustomed to her isolation, carrying her binoculars everywhere, spying from afar, searching for what she was missing."

Erstmal könnte man Mitleid mit Juniper bekommen, die da in ihrem goldenen Käfig sitzt. Sie hat alles, aber kann nicht fort und hat keine Freunde. Und seit einiger Zeit wird sie auch nicht mehr von ihren Eltern wahrgenommen. Das war nicht immer so.
Juniper erinnert sich gerne an vergangene Zeiten und sieht sich Filme, die sie mit ihren Eltern zeigen, bei einer Schneeballschlacht in New York zum Beispiel. Ja, sie ist traurig darüber, daß ihre Eltern so anders geworden sind und kann sich die Veränderung nicht erklären.
Doch ansonsten ist sie ein aufgewecktes, kluges Mädchen, das mit seiner Situation absolut zufrieden ist. Sie ist neugierig und auf einem ihrer Streifzüge durch den Park am Haus begegnet sie Giles. Ein Junge in ihrem Alter! Er erzählt, daß seine Eltern genauso geworden sind wie Junipers. Sie sind berühmt und kümmern sich seit einiger Zeit gar nicht mehr um ihn.
Die beiden zusammen kommen dem Geheimnis auf die Spur warum sich die Eltern verändert haben.

Eine gruselige Geschichte für Kinder, aber auch für Erwachsene! Mich hat die Geschichte gleich gepackt, sie ist sehr spannend erzählt, so daß man gar nicht mehr aufhören mag zu lesen. Es geht um die eigenen Stärken, die in jedem normalen Menschen stecken. Eine sehr inspirierende Geschichte!

Donnerstag, 10. Januar 2013

Die tausend Herbste des Jacob De Zoet

 David Mitchell
Rowohlt Verlag


>Das Haus von Kawasemi der Konkubine, 
oberhalb von Nagasaki 
die neunte Nacht des fünften Monats

 „Fräulein Kawasemi?“ Orito kniet auf dem feuchten, muffigen Futon. „Hören Sie mich?“
Im Reisfeld hinter dem Garten bricht lärmend ein Froschkonzert los.
Orito tupft der Konkubine mit einem Lappen den Schweiß vom Gesicht. 
„Sie spricht kaum noch“, die Zofe hält die Öllampe, „schon seit Stunden...“ 
„Fräulein Kawasemi, mein Name ist Aibagawa. Ich bin Hebamme. Ich will helfen.“ 
Kawasemi öffnet mühsam die Augen. Sie seufzt schwach. Ihre Augen fallen wieder zu. 
Sie ist so erschöpft, denkt Orito, dass sie sich nicht einme vor dem Sterben fürchtet. 
Dr. Maeno flüstert durch den Musselinvorhang. „Ich wollte die Lage des Fötus selbst untersuchen, aber...“, der alte Gelehrte wählt seine Worte mit Bedacht, „...aber das ist anscheinend nicht gestattet.“ 
„Ich habe klare Befehle“, sagt der Kammerherr. „Kein Mann darf sie berühren.“ 
Orito hebt das blutbefleckte Laken und sieht den Arm des Fötus, der, wie man ihr vorher berichtet hat, bis zur Schulter aus Kawasemis Vagina hängt. 
„Haben Sie schon mal eine solche Kindslage gesehen?“ fragt Dr. Maeno. 
„Ja; auf einer Kupfertafel, in der niederländischen Abhandlung, die mein Vater übersetzt hat.“ 
„Das habe ich gehofft! Die Beobachtungen von William Smellie?“ 
„Ja. Dr. Smellie nennt es“, Orito wechselt ins Niederländische, „'Armvorfall'“ 
Orito nimmt das schleimbeschmierte Handgelenk des Fötus, um den Puls zu fühlen. 
Maeno fragt, diesmal auf Niederländisch: „Wie lautet Ihr Befund?“ 
Es ist kein Puls vorhanden. „Das Kind ist tot“, antwortet Orito in derselben Sprache, „und auch die Mutter wird sterben, wenn sie nicht schnell entbunden wird.“ Sie legt die Fingerspitzen auf Kawasemis schwangeren Bauch und tastet den Bereich um den vorgestülpten Nabel ab. „Es war ein Junge.“ Sie kniet sich zwischen Kawasemis gespreizte Beine, bemerkt das schmale Becken und hält die Nase an die geschwollenen Schamlippen: Sie riecht die malzige Mischung aus geronnenem Blut und Exkrementen, aber nicht den Gestank eines verwesten Fötus. „Er ist vor eine bis zwei Stunden gestorben.“ 
Dann fragt sie die Zofe: „Wann ist die Fruchtblase geplatzt?“ 
Die Zofe ist vor Staunen über die fremde Sprache verstummt. 
„Gestern Morgen, in der Stunde des Drachen“, sagt der Haushalter mit steinerner Stimme. „Kurz darauf setzten die Wehen ein.“ 
„Und wann hat das Kind zum letzten Mal gestampelt?“
„Das muss heute um die Mittagszeit gewesen sein.“<

Das sind die ersten beiden Seiten des Buches und man wird sofort in eine andere Welt hineingesogen. 
Japan kurz vor dem Jahr 1800, das Land hat sich total abgeschottet, Japaner dürfen das Land nicht verlassen und Ausländer dürfen das Land nicht betreten. Abgesehen von der Handelsniederlassung der niederländischen Ostindien-Kompagnie auf Dejima. Das ist eine rundum abgeschlossene Insel. Hier landet der junge Jacob de Zoet mit der Absicht zu Reichtum zu kommen. Er verliebt sich in eine junge Japanerin und sein Aufenthalt wird ganz anders verlaufen als es ihm jemals in den Sinn gekommen wäre.

Nach langer Zeit habe ich endlich mal wieder ein dickes Buch gelesen und es hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. David Mitchell hat eine wunderbare bildhafte Sprache. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung von Japan zu dieser Zeit und auch nicht, daß die Niederländer dort anscheinend für einige Zeit die einzigen Ausländer waren, die Kontakt zu Japanern hatten. Irgendwie habe ich immer mehr die Engländer und Portugiesen dort gesehen.
So bekommt man ein wenig von der japanischen Kultur mit, aber auch von den Handelsgebahren der westlichen Welt.
Jedenfalls habe ich dieses Buch mit großem Vergnügen gelesen und kann es absolut empfehlen!

Freitag, 12. Oktober 2012

Schreiben in Cafés




"Zurück zu den Anfängen - Stift und Papier
Es tut mir gut, eine Anfängerklasse zu unterrichten, denn ich muss mich wieder in den Anfänger hineinversetzen, muss wieder in meine eigene Anfangszeit zurückkehren, und nachempfinden, wie ich damals gefühlt, wie ich gedacht habe. Und das müssen wir in gewisser Hinsicht immer tun, wenn wir etwas Neues beginnen. Es gibt keine Sicherheit, keine Garantie, dass wir etwas Gutes hervorbringen, nur weil uns das zwei Monate zuvor gelungen ist. Im Grunde genommen fragen wir uns doch jedes Mal, wenn wir neu beginnen, wie wir es überhaupt jemals geschafft haben. Jeder neue Anfang ist eine Reise ins Unbekannte.
Wenn ich also ein Schreibseminar halte, muss ich die Story jedes Mal neu erzählen und mir in Erinnerung rufen, dass die Schüler sie zum ersten Mal hören. Ich muss eben am Anfang anfangen.
Und am Anfang steht der Stift, den man verwendet. Er muss schnell und leicht schreiben, denn die Gedanken sind immer schneller als die Hand. Sie möchten bestimmt nicht zusätzlich durch einen zu langsamen Stift langsamer schreiben. Kugelschreiber, Bleistift oder Filzstift sind meistens zu langsam. Gehen Sie in eine Schreibwarengeschäft und probieren Sie Verschiedenes aus. Es ist unnötig, zu teuren oder besonders schicken Schreibgeräten zu greifen. Ich benutze meistens einen billigen Füller mit austauschbaren Tintenpatronen. In den vergangenen Jahren habe ich Hunderte davon gekauft; ich habe schon in jeder erdenklichen Farbe geschrieben. Die Füller klecksen oft, aber man kann schnell mit ihnen schreiben. Auch Tintenroller sind schnell, aber Sie müssen einen leichten Kontaktverlust in Kauf nehmen: Sie möchten doch den Stift auf dem Papier beim Schreiben fühlen. ...."

Geschichten zu erzählen, kreatives Schreiben, hat mich schon immer interessiert und als ich das Buch
Schreiben in Cafes von Natalie Goldberg im Regal einer Freundin entdeckte musste ich es mir gleich ausleihen . Ich hatte vorher schon darüber gelesen, aber war mir nicht so ganz sicher, ob es mir gefallen würde. Doch nun, nachdem ich es gelesen habe, kann ich sagen das ist ein Buch was ich unbedingt selber haben muss denn ich möchte die Gelegenheit haben immer wieder reinzuschauen zu können. Dieses Buch ist Inspiration pur!

Natalie Goldberg ist Schriftstellerin, Dichterin und Dozentin. Sie lebt in den USA und lehrt an Universitäten und in Schreibwerkstätten ihre Methoden des kreativen Schreibens. Dieses Buch ist 1986 erschienen.

Man wird dieses Buch unter der Rubrik Kreatives Schreiben finden und so vermutet man erstmal Anleitungen zum Schreiben. Es geht bei ihr allerdings nicht darum wie man schreibt, wie man etwas formuliert oder um Stil. Es geht nur darum zu schreiben.
Ihre Methode bedeutet viel zu schreiben. Es geht nicht darum den nächsten Bestseller zu verfassen, sondern darum Übung zu bekommen und dafür muss man schreiben. Immer und überall, z.B. in Cafés, und auch wenn man eigentlich mal gerade keine Lust dazu hat.
Gegen Lustlosigkeit hilft auf jeden Fall dieses Buch. Es ist so gut, daß es in viele kleine Kapitel unterteilt ist, die oft nur zwei oder drei Seiten umfassen, denn so kann man sofort eine Pause beim Lesen machen und schreiben. Es juckt einem förmlich in den Fingern während man ihre Zeilen liest.

Ihre Methode hat mich sehr an Julia Camerons Morgenseiten in Der Weg des Künstlers erinnert. Auch bei ihr geht es einfach darum zu schreiben ohne irgendwelche Absichten. Mit etwas Glück kommt etwas Brauchbares dabei heraus und sei es Selbsterkenntnis.
Seitdem ich Natalie Goldberg gelesen habe schreibe ich jedenfalls auch wieder meine Morgenseiten und habe soviel Lust am Schreiben bekommen, daß es in Zukunft eventuell öfter so lange Posts hier gibt.


"Aber alles kann gewöhnlich und außergewöhnlich sein. Es ist unser Geist, der darüber entscheidet, der sich öffnen oder verschlossen bleiben kann."

Ihre Worte haben eine enorme Kraft, finde ich.

Montag, 28. Mai 2012

Art Saves

 

Kunst hilft - ist das wahr?
Es war im Frühjahr 1999 als ich den Mut aufbrachte und den Kontakt zum Stempelstammtisch in Bonn gesucht habe. Das war für mich der Anfang in die Stemplerszene einzutauchen und mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Von jeher war ich immer scheu anderen Menschen gegenüber und es brauchte schon eine Menge Überwindung für mich den Kontakt zu suchen. Doch etwas Besseres hätte mir nicht passieren können. Es entstanden wunderbare Freundschaften. Viele Ideen kamen auf mich zu und manchmal war ich so überwältigt von dieser Kreativität, daß ich nachts nicht schlafen konnte. Tausende Ideen für Karten kamen mir in den Sinn und ich konnte es kaum erwarten all das auszuprobieren und umzusetzen. Ich machte das erste Mal bei Tauschaktionen mit und war so aufgeregt über das Gefühl nun dazu zu gehören.
Vor lauter Ideen, vor lauter Kreativität und Aufregungen ging meine Diagnose der Multiplen Sklerose fast unter. Ja, ich hatte Angst vor der Zukunft und versuchte mich kundig zu machen über diese Krankheit. Suchte teilweise auch den Kontakt zu anderen Erkrankten, aber das was mir wirklich geholfen hat war die Kreativität.
Seit dieser Zeit begleitet mich die MS, jeden Tag, und auch meine Kreativität. Manchmal mehr, manchmal weniger.
Gerade in den Zeiten, wo die MS die Überhand zu bekommen schien und mich in Atem hielt, war es die Kreativität, die mir geholfen hat mit der Angst vor der Zukunft umzugehen. Sie hat mir geholfen die Gedanken, die sich in meinem Kopf im Kreis drehten, zu nehmen und auszudrücken. Durch die Kreativität habe ich viele Gedanken, die mich ängstigten, loslassen können, indem ich ihnen einen Ausdruck gab. Sie waren dadurch erstmal aus meinem Kopf heraus.
Außerdem ist man in dem Prozeß selbst absolut gegenwärtig. Man denkt nicht an Morgen, man denkt nicht an Gestern, sondern kann vollkommen im Jetzt sein.
Auch in den letzten Monaten habe ich es wieder gespürt, daß mir die Kreativität hilft. Mein Leben hat sich auf den Kopf gestellt doch sie ist eine Konstante und aus diesem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie gibt mir eine Perspektive und ich hoffe, daß sie mir noch oft helfen wird.

All dies ist mir bewußt geworden als ich dieses Buch von Jenny Doh gelesen habe. Irma war so freundlich und hat es mir geliehen. In diesem Buch erzählen Künstler, wie Kelly Rae Roberts, Susannah Conway, Suzi Blu, LK Ludwig, Susan Tuttle, was Kunst in ihrem Leben bedeutet und wie sie ihnen geholfen hat. Vieles davon fand ich bewegend und immer sehr inspirierend. Auf der Webseite von Jenny Doh gibt es noch viele "Art Saves" Geschichten, falls jemand einen Eindruck davon bekommen möchte.
Das Buch ist sehr schön aufgemacht, mit tollen Bildern von den Kunstwerken und vielen Sprüchen. Mir hat es sozusagen die Augen geöffnet und mir gezeigt wie wichtig auch für mich Kreativität in den letzten Jahren geworden ist.
Wie geht es Euch? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Vielleicht möchtet Ihr auch davon erzählen und Anderen Mut geben?

Samstag, 19. Mai 2012

Kurzer Hinweis

Vor einiger Zeit schon hatte ich meine Stempel-, Zeitschriften-, Bücherbestände durchforstet und einiges aussortiert. Nun habe ich es endlich geschafft hier einen Flohmarkt einzurichten und zwar auf  einer extra Seite. Ihr könnt durch das Label Flohmarkt, oben auf dieser Seite, darauf zugreifen. Vielleicht ist ja was für Euch dabei. Viel Spaß!

Donnerstag, 26. April 2012

Choral am Ende der Reise



"Mittwoch, 10. April 1912                                                                       London, kurz vor Sonnenaufgang

Er trat aus dem Haustor und ging in den Morgen. Er dachte: Durch solche stillen morgendlichen Straßen zu gehen, allein, Abschied nehmend, ist merkwürdig. Es ist noch früh, du hörst noch den Widerhall der eigenen Schritte auf dem Pflaster. Noch ist die Sonne nicht aufgegangen.
Zur Themse hin fällt die Straße ab. In der Hand trägst du einen kleinen Koffer und unter dem Arm den Geigenkasten. Mehr nicht. Und es geht sich leicht. Wenn du um die Ecke kommst, wirst du den Himmel im Osten sehen.
Er ging. die Gebäude der Stadt umgaben ihn; in der Morgendämmerung wurden sie leicht und durchsichtig. Fast schwebten sie. Und im Straßenraum, zwischen den Häuserreihen, floß das Licht der Dämmerung, so blau, wie es nur im April ist, unfaßbar, wie ein unbekanntes Intervall. Zu so früher Stunde waren nicht viele Menschen unterwegs: Ein paar Straßenmädchen, ein Gemüsehändler oder zwei, mit Handkarren, ein morgendlicher Spaziergänger und er selbst. Schritte auf Stein. Die Gesichter ebenso durchsichtig wie die Stadt bei diesem Licht. Er dachte: Auch mein Gesicht sieht jetzt so aus. Bald hatte er die Straßenecke erreicht.
Er wußte: Heute bin ich aufgestanden und habe die Pension verlassen. Die Bettwäsche war klamm und schmuddelig. Ein weiteres Logis, eine weiteres Bett, in dem du nie mehr schlafen wirst. Vor dir liegt alles - was, weißt du nicht. Lange ist es so gewesen. Zu vielen Jahreszeiten hatte es viele solcher Morgen und stille Straßen gegeben. Du gehst durch Städte und siehst, wie die Menschen leben, du siehst Unterwäsche und Bettzeug, das von der Nacht getrocknet wird und wartend auf Leinen hängt. Hinter den Fenstern schlafen sie, die Kinder, die Frauen, die Männer. Du weißt das."

(erste Seite aus: Choral am Ende der Reise von Erik Fosnes Hansen)

Als ich diese Zeilen vor ungefähr zwei Wochen las, neben mir eine Tasse mit duftendem Tee, fühlte ich mich so wohlig, so angeregt wie schon lange nicht mehr. Ich hatte fast vergessen wie gut es tut ein Buch zu lesen. Monatelang hatte ich kein Buch mehr gelesen. Dabei ist es so schön in Geschichten zu versinken und ich habe mir geschworen  nie wieder so lange ohne Buch auszukommen.
Hat diese Geschichte dann auch dieses erste Gefühl bestätigt, werdet Ihr Euch nun fragen. 

Das Buch soll die Lebensgeschichten der Mitglieder des Orchesters auf der Titanic erzählen. Ich hatte mir diese Geschichte ausgesucht, da ich mich aufgrund der Berichterstattungen anlässlich des 100. Jahrestags ihres Untergangs, mich wieder daran erinnerte, daß ich dieses Buch noch ungelesen im Regal stehen hatte. Die Titanic an sich birgt tausende spannende Geschichten und so war ich neugierig auf dieses Buch, welches damals, als es erschien, auf den Bestsellerlisten stand.
Es erzählt die Lebensgeschichte von Jason Coward, dem Kapellmeister, dem wir direkt am Anfang begegnen. Dann die Geschichte von David Bleiernstern, der zweiten Violine. Von "Spot", dem Mann am Klavier. Von Petronius Witt, dem Bassisten und auch die Geschichte von Alexander Bjeschnikow, der ersten Violine. Einige kennen sich schon länger und haben auf anderen Schiffen miteinander gespielt, andere kommen ganz neu hinzu. Die Beziehung unter den Musikern wird kaum beschrieben und auch die Geschichte der Titanic ist nicht wirklich wichtig. Es geht nur um diese Männer und wie ihr Leben bis zu diesem Zeitpunkt auf der Titanic aussah, wie sie an diesen Punkt gekommen sind.
Das ist teilweise packend geschrieben und zeigt, daß es ganz unterschiedliche Männer sind. Teilweise sind manche Beschreibungen doch etwas zu blumig und ausufernd geschrieben.
Wie gesagt die Titanic ist nur zufällig der Ort, wo sich die Personen gerade aufhalten. Selbst als es zum Untergang kommt, wir alle wissen schließlich wie die Reise endet, hat das kaum Einfluß auf unsere Hauptpersonen. Ja, sie spielen bis zum Ende, aber vom Innenleben erfährt man nichts mehr.
So hat mich das Buch etwas ratlos gemacht, denn ich verstehe nicht, warum der Autor diese Lebensgeschichten erzählt und sie mit der Titanic in Verbindung bringt, allerdings nur äußerlich.
Alle Personen sind seiner Fantasie entsprungen, es sind nicht die Geschichten der realen Orchestermitglieder. Eine Geschichte über die Titanic sollte man also nicht erwarten.

Dienstag, 24. Januar 2012

Eat Pray Love

Seit einiger Zeit schon leihe ich mir über Lovefilm DVDs aus. Man kann dort eine Wunschliste zusammenstellen und bekommt von dieser Liste Filme zugeschickt, entsprechend dem Paket was man dort eingekauft hat. Ich bekomme zwei Filme im Monat. Spannend ist immer wieder welchen Film man als nächstes zugeschickt bekommt von seiner Liste. Vor zwei Wochen war nun der Film "Eat Pray Love" bei mir im Briefkasten. Eigentlich stand dieser Film nur auf meiner Liste weil er mit Julia Roberts ist, worum es dabei genau ging war mir nicht mehr so ganz klar. 
Mittlerweile habe ich den Film dreimal gesehen und ich könnte schon wieder. Es ist eine Geschichte, die mich zur Zeit mitten ins Herz trifft.
Der Film ist nach dem Buch von Elizabeth Gilbert gemacht und es geht um eine Frau, die nach ihrer Scheidung um die Welt reist. Zuerst nach Italien, weil sie das Genießen wieder entdecken möchte. Dann geht es weiter nach Indien in einen Ashram, wo sie Gott begegnen möchte und schließlich landet sie auf Bali, wo sie eine neue Liebe findet, nach der sie gar nicht gesucht hat.
Der Film erzählt das sehr humorvoll und in wunderschönen Bildern. Der Kameramann ist erste Sahne!
Nun bin ich natürlich auch auf das Buch gespannt und werde es mir in der nächsten Zeit ausleihen. 
Diese Reise zu sich selbst hat mich sehr berührt und auch inspiriert!
Kennt von Euch jemand den Film oder das Buch?

Donnerstag, 4. November 2010

Die Bibliothek der Schatten


Luca Campellis Wunsch, umgeben von seinen geliebten Büchern zu sterben, ging an einem späten Oktoberabend in Erfüllung.
Natürlich ist das einer dieser Wünsche, die nie konkret ausgesprochen oder gedacht werden, aber jeder, der Luca in seinem Antiquariat gesehen hatte, wusste, dass es gar nicht anders sein konnte. Er bewegte sich zwischen den Bücherstapeln seines kleinen Ladens „Libri die Luca“ wie in seinem Wohnzimmer und führte jeden Kunden ohne zu zögern exakt zu dem Regal oder Stapel, in dem das gewünschte Buch steckte. Lucas Liebe zur Literatur offenbarte sich jedem Kunden schon nach wenigen Sätzen, und dabei war es vollkommen unwesentlich, ob es sich um ein abgenutztes Taschenbuch oder eine seltene Erstausgabe handelte. Ein solches Wissen zeugte von einem langen Leben mit Büchern, und Lucas Autorität und Souveränität, die er zwischen den Regalen des Antiquariates an den Tag legte, machten es einem schwer, ihn sich nur außerhalb der vertrauten Atmosphäre aus gedämpfter Andächtigkeit vorzustellen.
Deshalb war dieser Abend etwas Besonderes, denn abgesehen davon, dass es Lucas letzter sein sollte, war eine ganze Woche vergangen, seit er zuletzt einen Fuß in sein Antiquariat gesetzt hatte. Voller Vorfreude fuhr er mit dem Taxi direkt vom Flughafen zu seinem Laden in Versterbro in Kopenhagen. Während der Fahrt konnte er kaum stillsitzen, und als der Wagen endlich anhielt, hatte er es so eilig, das Taxi zu verlassen, dass der Fahrer ein mehr als großzügiges Trinkgeld bekam, damit er nicht noch lange Wechselgeld heraussuchen musste.

aus: Mikkel Birkegaard, Die Bibliothek der Schatten, Page & Turner Verlag

Ein Buch über Bücher lässt natürlich das Herz eines jeden Buchliebhabers höher schlagen, doch im Endeffekt geht es um Menschen und was diese mit Büchern machen. Luca hatte eine Gruppe von Menschen um sich versammelt, die die Geschichten in den Büchern fast lebendig werden lassen können und somit Einfluß auf andere Menschen ausüben.
Das ist eine Welt, die man so erstmal hinnehmen muß und auch Jon, Lucas Sohn, kann mit dieser Welt zuerst nicht viel anfangen. Bis er schließlich doch mit hineingezogen wird und auch den Tod an seinem Vater aufklären möchte.
Das ist spannend geschrieben und hält die Spannung auch über weite Teile des Buches. Erst im letzten Fünftel fand ich die Ideen des Schriftstellers dann doch etwas konstuiert und ein unbefriedigendes Ende kann alles zunichte machen.
Insofern kann ich das Buch nur beschränkt empfehlen, aber das ist sympomatisch für alles was ich in letzter Zeit gelesen habe. Alles nicht besonders zufriedenstellend und oft enttäuschend.

So hatte ich auch von Ian McEwan „Solar“ gelesen, aber ich hätte meinem Impuls nachgeben sollen und es nach dem ersten Kapitel weglegen sollen. Doch ich hatte bis dahin einiges von McEwan gelesen und konnte mir einfach nicht vorstellen, daß es nicht doch besser werden sollte. Aber die Hauptperson war mir sowas von unangenehm und teilweise waren richtige Slapstickeinlagen zu lesen und das ist nun so gar nicht meins. Fazit: die Zeit hätte ich besser nutzen können.

Im Moment habe ich ein Buch von Colum McCann angefangen und ich glaube das könnte was werden....

Donnerstag, 22. Juli 2010

Nächsten Sommer


„Wieso kommst du denn erst jetzt?“ Bernhard sieht mich an, als sei ich ihm eine Erklärung schuldig. „Erste Halbzeit ist schon vorbei.“
In ihm schwelt es. Wie immer, wenn er bei seiner Mutter war. Ich könnte ihm sagen, dass er meine Verspätung nicht persönlich nehmen soll, aber Bernahard nimmt selbst schlechtes Wetter persönlich. Ich könnte ihm auch sagen, dass mich Fußball nicht interessiert, nie interessiert hat und nie interessieren wird und ich nicht einmal weiß, wer gegen wen spielt – und nur gekommen bin, weil Marc meinte, ich solle mich nicht immer in meiner Tonne verkriechen. Und weil ich ihm etwas zu erzählen habe.

Und Felix erzählt seinen Freunden, Bernhard, Marco und Zoe, an diesem Abend, daß er von seinem Onkel Hugo ein Haus in Südfrankreich geerbt hat.
Sehr schnell ist der Fußball vergessen und es wird beschlossen am nächsten Tag mit Marcos altem VW-Bus auf die Reise nach Frankreich zu gehen.
Zoe macht zuerst einen Rückzieher, aber wird schließlich in Genf wieder von ihnen aufgelesen. Vorher stösst auf der Autobahn noch Lilith zu ihnen und ganz zum Schluß findet Jeanne, eine Französin, den Weg in den VW-Bus.
Eine Reise unter alten und neuen Freunden, die Keinen unverändert lässt.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine Reise,  bei der das Wort „Die Reise ist das Ziel“ absolut stimmt. Man möchte immer weiter reisen und als das Ziel da ist tut es einem fast leid. Die Personen sind detailliert beschrieben, so daß man sie förmlich zu kennen glaubt. Überhaupt sind die Beschreibungen so bildlich und genau, obwohl das Buch relativ dünn ist.

(Edgar Rai, Nächsten Sommer; Kiepenheuer Verlag; 2010)

Montag, 17. Mai 2010

Leopard

„Sie wachte auf. Blinzelte in die Finsternis. Atmete mit weit aufgerissenem Mund durch die Nase. Blinzelte wieder. Spürte eine Träne über ihre Wange laufen, spürte, wie sie das Salz alter Tränen auflöste. In ihre Kehle rann kein Speichel mehr, ihre Mundhöhle war trocken und wie erstarrt. Die Wangen wurden von dem inneren Druck fest nach außen gewölbt. Der Fremdkörper in ihrem Mund schien ihren Kopf sprengen zu wollen. Was war das? Was war das bloß? Sie wäre nach dem Aufwachen am liebsten gleich wieder in der dunklen, warmen Tiefe versunken, die sie im Schlaf umgeben hatte. Die Spritze, die er ihr gegeben hatte, wirkte noch immer, aber sie spürte, dass die Schmerzen im Anmarsch waren. Spürte das an den langsamen, dumpfen Schlägen ihres Pulses und an der ruckweisen Bewegungn des Blutes in ihrem Gehin. Wo war er? Stand er direkt hinter ihr? Sie hielt den Atem an und lauschte. Es war nichts zu hören, aber sie spürte seine Anwesenheit. Leopard.“

Puh, dieses Buch ist wirklich ziemlich starker Tobak. Es ist, glaube ich, das dritte Buch dieser Thriller-Reihe von Jo Nesbø mit seinem Hauptkomissar Harry Hole welches ich gelesen habe, doch dieses hier war das mit Abstand härteste. Nesbø hat eine unglaublich bildliche Sprache, die einem einen grausamen Mord ziemlich deutlich vor Augen führt und in diesem Buch gibt es viele grausame Morde!
Ich hatte das Buch nach den ersten Seiten fast zur Seite gelegt, weil es einen ziemlich mitnimmt, aber ich wollte doch wissen was mit Harry Hole ist.
Harry Hole hatte nach dem letzten Fall gekündigt und hat sich nach Hongkong abgesetzt. Dort wird er von einer jungen Polizistin, im Auftrag der Mordkomission, aufgespürt und überredet nach Norwegen zurückzukommen. Hole ist Spezialist bei Serienmördern und die Polizei in Oslo kommt ohne ihn nicht klar. Zwei Morde sind schon geschehen und es werden noch weitere folgen.

Die Geschehnisse nehmen immer wieder überraschende Wendungen und man hetzt fast atemlos durch dieses Buch, weil man endlich wissen will wer dahintersteckt.
So war es mir schwer das Buch aus der Hand zu legen, auch wenn es teilweise große Überwindung gekostet hat weiterzulesen, weil die harten Beschreibungen einem fast selber Schmerzen zufügen.

Im letzten Viertel waren mir die Wendungen schließlich auch fast zuviel. Immer wieder denkt man, so jetzt muß der doch der Verursacher, der Mörder sein, aber Nesbø kann einen ganz gut in die Irre führen und alles in die Länge ziehen. So wären zwei oder drei Wendungen sicher zufriedenstellender gewesen.
Doch das Buch ist so packend geschrieben, dass man es nicht einfach beiseite legen kann und man will schließlich wissen wie es ausgeht.
Jemandem, der kein Blut „sehen“ kann und bei Grausamkeiten sehr mitfühlt kann ich dieses Buch allerdings nicht empfehlen – es ist schon fast splattermäßig geschrieben und für mich war es ziemlich hart an der Grenze.
Wer damit kein Problem hat kann mit fast 700 Seiten Spannung rechnen.
Übrigens ist es kein Muß die anderen Bücher mit Harry Hole gelesen zu haben, manche Sachen über ihn werden einem dann verständlicher, aber der Fall ist auch ohne seine Hintergrundgeschichte spannend.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Das Labyrinth der Wörter


„Ich habe beschlossen, Margueritte zu adoptieren. Sie feiert bald ihren sechsundachtzigsten Geburtstag, da sollte man nicht zu lange warten. Alte Leute sterben gern.
Und wenn ihr dann was passiert – was weiß ich, dass sie auf der Straße hinfällt oder dass man ihr die Handtasche klaut -, werde ich da sein. Ich werde sofort losrennen, die Leute zur Seite schieben und sagen: „Okay! Schon gut, ihr könnt euch verziehen! Ich kümmere mich darum: Das ist meine Großmutter.“
Dass sie nur adoptiert ist, steht ihr ja nicht auf der Stirn geschrieben.“

Das ist der Anfang der Geschichte, die von Germain, einem Schrank von einem Mann, erzählt wird. Er ist nicht gerade der Schlauste und so ist die Bekanntschaft zwischen ihm und Margueritte sehr ungewöhnlich. Sie treffen im Park aufeinander, beim Zählen der Tauben. Margueritte liest gerne und beschließt Germain vorzulesen. Das verändert diesen Mann - er fängt an zu Denken.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie ist in einem leichten, spielerischen Stil geschrieben, aber dabei so tiefsinnig.

„Sie erzählt von unglaublichen Abenteuern und sagt, dass alles, was passiert, dazu da ist, uns als Lehre oder Beispiel zu dienen und uns daran wachsen zu lassen. Was das Wachsen angeht, habe ich eigentlich genug. Aber die Sache mit der Lehre, die beginne ich langsam zu verstehen, glaube ich. Wenn alles immer einfach wäre, gäbe es dann überhaupt noch Glück? Es muss entweder wie ein Geschenk vom Himmel fallen oder hart erarbeitet werden, denn wenn es nicht mehr selten oder teuer wäre, dann wäre ja der ganze Reiz weg. Das ist nicht sehr gut gesagt, aber Haupttsache, ich mache mich verständlich. Glücklich sein, das hat viel mit Vergleichen zu tun.
(…..)
Das Glück ist eben nicht kommunistisch.“

Glück – erfährt man beim Lesen dieses Buches! Jedenfalls habe ich jede Zeile genossen und für mich war es viel zu dünn.

(Marie-Sabine Roger, Das Labyrinth der Wörter; Hoffmann und Campe Verlag; 2010)

Montag, 3. Mai 2010

Digital Expressions


Einigen wird der Name Susan Tuttle sicher bekannt sein, ich bin schon seit einiger Zeit ein Fan von ihrer Kunst. Ich glaube zuerst habe ich ihre Sachen in den Somerset Publikationen gesehen. Sie macht sowohl Mixed Media Art, als auch wundervolle Fotos, die sie auch digital bearbeitet und verarbeitet. Ihre digitale Kunst gibt es nun in ihrem neuen Buch zu sehen, mit Anleitungen. Endlich ist es erschienen! Im Moment hat sie auch eine Aktion auf ihrem Blog bei dem man dieses Buch gewinnen kann!

Some of you surely know Susan Tuttle. I'm a great fan of her artwork. First I've seen her work in some Somerset publications. She makes Mixed Media Art but also great photos which she altered digitally and work with them. Now her digital art is published in her new book with tutorials. There is a chance to win her new book on her blog

Freitag, 22. Januar 2010

Eine Billion Dollar



John ist ein junger Amerikaner italienischer Abstammung und lebt in New York. Er arbeitet als Pizzalieferant und hat kaum 10 cent in der Tasche. Diesem jungen Mann wird nun genau am 23. April 1995 von Rechtsanwälten eröffnet, daß er der Erbe von einer Billion Dollar ist. Vor 500 Jahren hat ein italienischer Vorfahr Geld angelegt und diese Anwaltskanzlei damit beauftragt das Geld zu mehren und es genau an diesem Datum dem jüngsten, männlichen Nachkommen zu vermachen.
Dieser Vorfahr hatte eine Vision und der Erbe soll mit dem Geld der Menschheit die Zukunft wiedergeben.
Das ist eine große Verantwortung für einen jungen Mann, der bis dahin kaum mit Geld zu tun hatte.

Dieses Buch hat mich gefesselt und die zweite Hälfte mußte ich fast in einem Rutsch durchlesen, weil ich es nicht aushalten konnte und wissen wollte wie es ausgeht. Der Schluß war dann zwar nicht so wie ich es mir gewünscht hätte, aber er bleibt einem sicher im Gedächtnis.
Gerade in diesen Zeiten der Wirtschaftskrise paßt dieses Buch, weil es so sehr die Macht des Geldes und der Wirtschaft anprangert. So gibt es auch einige Passagen in dem Buch, die sich ausgiebig mit Wirtschaftszusammenhängen beschäftigen und die ich dann doch eher überflogen habe, weil es einen in der Spannung etwas stoppt. Allerdings merkt man auch, daß alles sehr genau recherchiert ist und man kann durchaus noch etwas lernen über die weltweiten Verflechtungen.
Alleine die Vorstellung von einer Billion Dollar ist kaum zu bewältigen, aber Eschbach versucht es immer wieder sehr anschaulich die Größe dieser Summe zu veranschaulichen.
Ein tolles, spannendes Buch, das ich jedem empfehlen kann!

Donnerstag, 5. November 2009

Flavia De Luce

In der letzten Zeit habe ich auch wieder etwas mehr gelesen. Dieses Buch habe ich zwar schon im Mai gelesen, aber es ist jetzt erst im September erschienen. Mir gefiel gleich das Cover des Buches und ich bin auch nicht enttäuscht worden. Jedenfalls war das für mich genau das Richtige um wieder Lust am Lesen zu bekommen, die zeitweise ziemlich abgeflaut war, was ich bis dahin noch nie erlebt hatte. So hoffe ich, daß meine Lust anhält und in der nächsten Zeit gibt es bestimmt noch mehr Buchbesprechungen hier.


Alan Bradley,
Flavia De Luce - Mord im Gurkenbeet
Penhaligon Verlag
2009

Flavia ist ein elfjähriges Mädchen das mit zwei älteren Schwestern und ihrem Vater auf einem Landsitz in England wohnt. Ihre Mutter ist bei einem Bergsteigerunfall ums Leben gekommen als sie ein Jahr alt war. Flavia ist ein altkluges Mädchen das sich sehr für Chemie interessiert und mit ihren Schwestern dauernd im Clinch liegt.
Der Vater lebt, seit dem Tod der Frau, sehr zurückgezogen und beschäftigt sich überwiegend mit seiner Briefmarkensammlung.
Eines Morgens findet Flavia im Gurkenbeet des Gartens einen Mann, der vor ihren Augen stirbt. In der Nacht zuvor hatte sie mitbekommen wie ihr Vater von diesem Mann anscheinend erpresst wurde.
Sie benachrichtigt Dogger, der auf dem Anwesen für alle möglichen Arbeiten zuständig ist, und dann die Polizei.
Noch gleich macht sie sich daran auch auf eigene Faust den Fall zu lösen. Es geht um Briefmarken und alte Verbrechen. Ihr Vater gerät auch in den Verdacht den Mord begangen zu haben und wird festgenommen. Auch Flavia hatte so etwas vermutet und ist dann umso mehr daran interessiert herauszufinden was hinter dem Mord steckt. Sie kommt auch sehr weit mit ihren Ermittlungen bis sie schließlich selbst in Lebensgefahr gerät.

Das Buch ist spannend und ich habe es mit großem Vergnügen gelesen!
Für eine Elfjährige ist mir Flavia zwar etwas zu klug, aber es ist spritzig geschrieben und man kommt nicht schon am Anfang auf den Täter.
Auf dem Buchrücken steht etwas von All-Age-Sensationserfolg und ich würde dem recht geben, denn ich kann es mir durchaus auch sehr spannend für Jugendliche vorstellen.
Außerdem für Leute, die altmodische Krimis mögen ohne viel Blutvergießen und Terror.

Montag, 20. April 2009

Ottoline

Hatte ich schonmal erwähnt, daß ich Kinder-/Jugendbücher liebe? Ich finde da steckt oft mehr Weisheit drin als in den sogenannten Erwachsenenbüchern und sie sind so oft viel einfallsreicher! Ganz besonders trifft dies auf das Buch zu welches ich gerade gelesen habe:

erschienen bei HarperCollins Publishers

Das Besondere an diesem Buch sind die Zeichnungen! So detailliert und einfallsreich, teilweise wie in einem Wimmelbuch, man kann sie sich stundenlang ansehen! So etwas liebe ich! Zur Geschichte: Ottoline ist ein kleines Mädchen das im Pepperpot Building im Apartement243 zusammen mit Mr. Munroe lebt. Mr. Munroe ist klein und haarig und kommt aus einem Moor in Norwegen. Die Eltern von Ottoline sind dauernd auf Reisen, schicken aber täglich Postkarten. Während ihrer Spaziergänge durch die Stadt bemerkt Ottoline Poster von gesuchten Schoßhündchen. Das ist ein Fall für sie und Mr. Munroe! Mit Witz und Cleverness wird der Fall gelöst und macht Spaß bis zum happy End!!!
Ich bin so froh, daß ich dieses Buch von lieben Freunden zu Weihnachten bekommen habe! Nochmal ganz, ganz herzlichen Dank dafür!!



Often I like children books much more than books for adults!
This one I've got at christmas from beloved friends and I enjoyed it so much!! Especially the drawings are great! You can look over and over and discover everytime some new things.
The story: Ottoline is a little girl living in the Pepperpot Building, Apartement 243 with Mr. Munroe. Mr. Munroe is small, hairy and from a bog in Norway. The parents are always travelling and sending postcards. On her strolls outside she finds posters with missed lapdog photos. This is a case for Ottoline and Mr. Munroe! They solve it with cleverness and it was so much fun to read their story!!